Was ist Filzläuse
Filzläuse – Symptome, Übertragung, Schutz & Behandlung
Filzläuse (Pthirus pubis) sind kleine Parasiten, die sich in den Schamhaaren und anderen behaarten Körperstellen ansiedeln und dort Juckreiz sowie Hautreizungen verursachen können. Obwohl sie oft im intimen Bereich auftreten, zählen sie nicht zu den klassischen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs), da sie nicht durch Körperflüssigkeiten, sondern durch Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen werden.
Filzläuse sind weltweit verbreitet und ihre Eier, auch Nissen genannt, haften besonders fest an den Haaren. Ohne Behandlung können sich die Parasiten vermehren und zu anhaltendem Juckreiz sowie Hautirritationen führen.
Die gute Nachricht: Filzläuse sind leicht zu behandeln! Spezielle Läuseshampoos oder Medikamente helfen, die Parasiten schnell loszuwerden – doch Hygienemaßnahmen wie Bettwäsche und Kleidung reinigen sind entscheidend, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.
Für ausführliche Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen und den besten Schutzmaßnahmen, wirf einen Blick auf unsere umfassende Übersicht.
Filzläuse-Übertragungswege: Wie steckt man sich an?
Da Filzläuse nicht durch Körperflüssigkeiten übertragen werden, unterscheidet sich ihre Ansteckung von klassischen STIs wie Chlamydien oder HIV. Die Übertragung erfolgt ausschließlich durch engen Körperkontakt oder gemeinsam genutzte Gegenstände.
- Direkter Hautkontakt – Besonders bei sexuellem oder engem Körperkontakt, da Filzläuse nicht springen oder fliegen können.
- Gemeinsam genutzte Kleidung oder Bettwäsche – Filzläuse können einige Tage ohne Wirt überleben und so auf andere Personen übertragen werden.
- Selten: Öffentliche Plätze oder Toiletten – Eine Ansteckung über Toilettensitze ist unwahrscheinlich, da sich Filzläuse nicht aktiv fortbewegen und einen Wirt benötigen.
Wichtig: Filzläuse betreffen nicht nur den Intimbereich! Sie können auch in Achselhaaren, Bart, Brusthaaren oder Wimpern vorkommen.
Was ist der Unterschied zwischen Kopfläusen und Filzläusen?
Obwohl Filzläuse und Kopfläuse beide Parasiten sind, gibt es wichtige Unterschiede:
- Filzläuse (Pthirus pubis) – Bevorzugen den Intimbereich, können aber auch Achselhaare, Bart oder Wimpern befallen. Sie haben eine breitere Körperform und sind kleiner als Kopfläuse.
- Kopfläuse (Pediculus humanus capitis) – Befallen ausschließlich die Kopfhaare und sind schlanker und beweglicher als Filzläuse.
Wichtig: Beide Lausarten benötigen einen Wirt, um zu überleben, und legen ihre Eier an Haarwurzeln ab.
Filzläuse-Symptome: Wie erkenne ich eine Infektion?
Das Hauptsymptom von Filzläusen ist Juckreiz im Intimbereich, der durch die Bisse der Läuse und eine allergische Reaktion auf ihren Speichel verursacht wird. Typische Symptome sind:
- Starker Juckreiz in den Schamhaaren oder an anderen behaarten Körperstellen
- Kleine rötliche Flecken oder Bissspuren auf der Haut – oft mit blauen Verfärbungen (Blutsaugen der Läuse).
- Läuse oder Eier (Nissen) in den Haaren – Filzläuse sind winzig (1–2 mm groß), grau-bräunlich und schwer zu entdecken.
- Kratzen kann zu Hautreizungen oder Infektionen führen – durch kleine Wunden kann sich die Haut entzünden.
Wie lange können Filzlauseier ohne Wirt überleben?
Filzlauseier sind äußerst widerstandsfähig und können bis zu 10 Tage außerhalb des Körpers überleben, bevor sie schlüpfen. Das bedeutet, dass eine erneute Ansteckung möglich ist, wenn infizierte Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher nicht gründlich gereinigt wurden.
Erwachsene Filzläuse hingegen sind stark auf einen Wirt angewiesen und überleben maximal 24 bis 48 Stunden ohne Körperkontakt. Ohne eine Blutquelle vertrocknen sie schnell und sterben ab.
- Nissen haften fest an den Haaren und sind schwer zu entfernen. Daher ist es wichtig, nach der Behandlung eine zweite Anwendung nach 7–10 Tagen durchzuführen, um eventuell geschlüpfte Läuse zu beseitigen.
- Bettwäsche, Kleidung und Handtücher müssen heiß gewaschen werden (mindestens 60 °C), um alle Läuse und Eier abzutöten.
- Gegenstände, die nicht gewaschen werden können, sollten luftdicht verpackt und für mindestens 48 Stunden aufbewahrt werden, um verbliebene Läuse abzutöten.
Prävention & Schutz: Wie vermeide ich eine Ansteckung?
Da Filzläuse nicht über Körperflüssigkeiten, sondern durch engen Körperkontakt und gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden, helfen klassische STI-Schutzmaßnahmen wie Kondome nicht gegen eine Ansteckung.
- Enge Körperkontakte mit infizierten Personen vermeiden – besonders, wenn Juckreiz oder Läuse sichtbar sind.
- Bettwäsche, Handtücher und Kleidung regelmäßig heiß waschen – bei mindestens 60 °C, um Läuse und Eier abzutöten.
- Kein gemeinsames Benutzen von Unterwäsche, Handtüchern oder Bettwäsche – um eine indirekte Übertragung zu vermeiden.
Wichtig: Rasieren allein reicht nicht aus, um Filzläuse zu entfernen. Zwar verringert eine Rasur die Anzahl der betroffenen Haare, doch Eier können weiterhin haften bleiben. Eine Behandlung mit speziellen Läuseshampoos oder Cremes ist unerlässlich.
Häufige Fehler bei der Filzlaus-Prävention
Viele Menschen machen unbewusst Fehler, die eine erneute Ansteckung oder Verbreitung begünstigen:
- „Filzläuse kann man einfach mit Wasser abwaschen.“ – Falsch! Läuse klammern sich an die Haare und müssen gezielt behandelt werden.
- „Wenn ich keine Läuse sehe, habe ich keine.“ – Falsch! Die Eier (Nissen) sind schwer zu erkennen und können unbemerkt bleiben.
- „Kondome schützen vor Filzläusen.“ – Falsch! Da Filzläuse über Hautkontakt übertragen werden, bieten Kondome keinen Schutz.
- „Ich muss nur meine Haare rasieren.“ – Falsch! Eine Rasur allein entfernt nicht alle Eier. Eine medikamentöse Behandlung ist erforderlich.
Filzläuse-Test & Behandlung: Was tun bei Verdacht?
Filzläuse lassen sich meist mit bloßem Auge oder durch den starken Juckreiz im Intimbereich erkennen. Da sie nicht von allein verschwinden, ist eine schnelle Diagnose und Behandlung wichtig, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Hier erfährst du, wie Filzläuse erkannt und effektiv behandelt werden.
Wie erkenne ich Filzläuse?
Filzläuse sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen, da sie sehr klein und an die Haarfarbe angepasst sind. Ihr Befall äußert sich meist durch Juckreiz im Intimbereich, kleine bläuliche Flecken auf der Haut (durch Läusestiche) und sichtbare Nissen (Filzlauseier), die an den Haaren kleben.
Ein Arzt kann Filzläuse durch eine sichtbare Untersuchung diagnostizieren. In manchen Fällen werden sie mit einer Lupe oder unter speziellem Licht gesucht, um Läuse oder Eier besser zu erkennen.
Selbsttest: Mit einem fein zinkigen Kamm kannst du prüfen, ob kleine Läuse oder Eier an den Haaren haften. Besonders an der Haarwurzel sind Nissen oft leichter zu erkennen.
Behandlung von Filzläusen: Schnell und effektiv
Die gute Nachricht: Filzläuse lassen sich einfach behandeln! Die richtige Anwendung spezieller Mittel und gründliche Hygiene helfen dabei, die Parasiten schnell loszuwerden.
- Läuseshampoos oder Cremes – In der Apotheke erhältlich und zuverlässig gegen Filzläuse und Nissen.
- Nachbehandlung nach 7–10 Tagen – Um nach geschlüpfte Läuse zu entfernen und eine erneute Infektion zu verhindern.
- Alle engen Kontaktpersonen sollten mitbehandelt werden – Auch wenn keine Symptome auftreten, um eine Weiterverbreitung zu vermeiden.
- Bettwäsche, Handtücher und Kleidung heiß waschen – Mindestens 60 °C, um Läuse und Eier abzutöten.
- Nicht waschbare Gegenstände (z. B. Kuscheltiere oder Kissen) luftdicht verpacken – Für mindestens 48 Stunden, damit die Läuse absterben.
Was passiert, wenn man Filzläuse nicht behandelt?
Unbehandelt vermehren sich die Läuse schnell weiter, da sie sich etwa alle 24 Stunden vermehren können. Der Juckreiz nimmt zu, und durch häufiges Kratzen können Hautentzündungen oder Infektionen entstehen.
Ohne Behandlung besteht außerdem die Gefahr, dass sich die Filzläuse auf andere Körperbereiche oder Sexualpartner ausbreiten. Eine schnelle und konsequente Behandlung ist daher der beste Weg, um die Parasiten dauerhaft loszuwerden.
Schütze dich vor Filzläusen
Filzläuse sind unangenehm, aber gut behandelbar. Da sie sich durch engen Körperkontakt und gemeinsam genutzte Gegenstände verbreiten, helfen klassische STI-Schutzmaßnahmen wie Kondome nicht gegen eine Ansteckung.
- Vermeide engen Körperkontakt mit infizierten Personen.
- Wasche Bettwäsche und Kleidung regelmäßig heiß.
- Benutze spezielle Läuseshampoos oder Cremes, um die Parasiten loszuwerden.
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